Ubuntu loves big iron

von Bettina Metzler · 28. April 2016
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Copyrights & registered Trademarks by IBM & Canonical

Mainframes haben in den letzten Jahren eher den Nimbus von Dinosauriern gefristet und sind aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch in Zeiten von Big Data und Cloud Computing gewinnen leistungsfähige Großrechner wieder zunehmend an Bedeutung. Ubuntu loves big iron – es scheint, als ob Canonical mit seiner Ubuntu LTS-Version 16.04 aufs “richtige Pferd” setzt.

Das amerikanische IT-Unternehmen IBM und der Britische Linux- und Cloud-Computing-Spezialist Canonical, welcher hinter Ubuntu steht, kooperieren seit geraumer Zeit. Mit der Ankündigung der sechsten LTS Version von Ubuntu namens Xenial Xerus, bringt IBM nun unter dem Label LinuxONE auch eine neue Mainframe-Generation basierend auf z Systems.

Mit dem Ausbau seiner Mainframe-Linie stellt IBM zwei neue Großrechner aus der Reihe der z-Systems vor, die ausschließlich mit Linux als Basisbetriebssystem laufen und den Namen von Pinguinen erhalten haben.
LinuxONE gibt es in zwei Ausführungen: Die exklusivere Variante basiert auf dem System z13 und wurde »Emperor« getauft. Emperor ist die englische Bezeichnung für den Kaiserpinguin. Die kleinere Variante hört auf den Namen »Rockhopper« und basiert als Einstiegsmodell auf dem z13s. Rockhopper ist der englische Name für den Felsenpinguin. Bereits letztes Jahr im August wurde über die beeinruckende Leistung der “Riesenschränke” publiziert:

[…] Mit dem schnellsten Prozessor der Industrie, der dicksten I/O-Pipe, 10 Terabyte Hauptspeicher und vier Cache-Levels schaffe der Bolide 8000 virtuelle Server oder zehntausende Container in einem System, 30 Milliarden RESTful Web-Interaktionen mit über 350.000 Lese- und Schreibvorgängen auf die Datenbank pro Sekunde sowie Support für zehntausende simultane Nutzer und gleichzeitigen Betrieb von Dev, Test und Production in einem System. […]

Die Preisdimensionen sind so, wie man sie aus dem Bereich der Mainframes kennt – für das Einstiegsmodell Rockhopper liegt der Kaufpreis in der Basisausstattung ohne Support oder externen Speicher bzw. Einheiten bei etwa 100’000.00 USD.
Dazu kommen dann zumindest noch die Gebühren für die Nutzung und den Support der Canoncial Ubuntu & Linux Software, welche nochmals mit 19’500.00 USD pro Einheit (Drawer) und Jahr zu Buche schlagen.

Aber auch hier ist man bei Big Blue offensichtlich willens, neue Wege zu gehen. Bereits im August 2015 kündigte IBM an (s. Beitrag bei Heise online), mit einem Pay-for-Use-Modell (man bezahlt nur soviel, wie man wirklich nutzt) die Einstiegsbarrieren zu verkleinern. Damals war von einer Basisrate die Rede, die monatlich oder vierteljährlich zu zahlen ist; einmalige Zahlungen im Voraus waren nicht geplant. Weitere Kosten fallen je nach Nutzung an.

© 2016 Bettina Metzler · contact@BettinaMetzler.com · alle Rechte vorbehalten

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Autorenprofil:
Bettina Metzler lic.rer.pol. – frei publ.
Die Ökonomin und freie Publizistin studierte Politik, Geschichte und Journalistik. Das Studium der Wirtschaftswissenschaften (Mikroökonomie – Makroökonomie – Betriebswirtschaft) schloss sie 1997 an der Universität in Basel (Schweiz) mit dem Lizentiat ab.
Fundierte Erfahrung über Jahre im Bereich Marketing und Kommunikation in den unterschiedlichsten Branchen. Als CCO fokussiert auf das breite Gebiet der Kommunikation, in den Tätigkeitsbereichen der online PR, dem Aufbau und Beratung von online relations, web publishing, coporate blogs, ghostwriting, personal coaching und social network communications.

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