IT-Ausblick 2016

von Bettina Metzler · 18. Dezember 2015

Laut deutschem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW e.V.) werden gewisse Trends die IT-Branche 2016 entscheidend verändern und prägen. Dabei wird das Internet of Things (IoT) noch stärker anwachsen und damit die Datenbasis weiter vergrößern. Schlagworte wie Big Data, Cloud Computing und die dazugehörige Security werden noch relevanter als bisher werden.

Big Data – Visualisierungs-Bsp. – © Bildquelle http://de.wikipedia.org | Urheber: Fernanda B. Viégas

Big Data – Visualisierungs-Bsp. – © Bildquelle http://de.wikipedia.org | Urheber: Fernanda B. Viégas

Im Ausblick für das kommende Jahr 2016 prognostiziert die Branchenvereinigung, dass der Wandel vom Internet der Dinge zum Internet der Services noch stärker als bisher vollzogen wird. Die Automatisierung in allen Bereichen der digitalen Wertschöpfungskette soll ebenfalls weiter fortschreiten. Einkaufsprozesse werden gänzlich digital unterstützt werden, mit der Folge, dass sich die Grenzen zwischen stationärem und digitalem Handel immer mehr verwischen. Connected Commerce wird damit zur Realität werden. Bezüglich der bisherigen Arbeitswelt werden gewohnte Strukturen aufgebrochen, indem u.a. die räumliche Verortung des Leistungserbringers an Bedeutung verliert, seine Verantwortung hingegen für einen immer komplexer werdenden Aufgabenbereich wachsen wird.

Philip Ziegler, Analyst von MSM Research gibt mit seinen Wachstumszahlen für den Schweizer Markt im Bereich Big Data einen ICT-Ausblick 2016: Der Big-Data-Markt zählte in diesem Jahr mit einem Volumen von rund 221 Millionen Franken (Hardware, Lösungen und Professional Services) noch eher zu den kleineren Projekten, doch laut Ziegler wird er in den kommenden Jahren zu den Topthemen gehören.

Demgemäß sollen die Ausgaben für Big-Data-Projekte im kommenden Jahr um mehr 40 Prozent zulegen. Die Aufwendungen für jeweilige Infrastrukturen (Server, Storage, Netze) sollen um 31 Prozent, für Lösungen (Lizenzen und Support) um 42 Prozent ansteigen.

Der größte Zuwachs wird im Bereich der Professional Services stattfinden. «Darauf entfallen 2016 über 150 Millionen Franken, die sich aus den Spendings für die Bereiche Business- und ICT-Beratung, Ausbildung,Integration und Implementierung, Softwarearbeiten und Maintenance zusammensetzen.»

Die Prognosen für das On-Premise-Modell und gemanagte Cloud-Lösungen sind für das Jahr 2016 von der Verteilung in etwa gleich. Doch «danach dürften die «wolkigen» Betriebsmodelle auf die Überholspur wechseln». Auch Ziegler spricht einem hohen Stellenwert der Mobilität, die schlussendlich über die rasante Verbreitung der Consumerization, zu einer zunehmenden Auflösung bisheriger Grenzen zwischen privatem und geschäftlichem Schaffen und Leben führen wird. Zudem werden die Gewohnheiten mit dem Internet der Dinge im privaten Umgang mit mobilen Geräten ins Berufsleben transferiert und künftig als Forderungen formuliert.

Doch der Trend der rasanten Vernetzung und Digitalisierung in Unternehmen und im privaten Bereich hat auch negative Folgen: Wenn die Sicherheitsaspekte zu wenig beachtet werden, eröffnet dies Cyberkriminellen sehr schnell neue Wege. Das Schlagwort Security gewinnt an neuer Relevanz. Potenzielle Sicherheitsrisiken entstehen durch die Explosion der Apps als Ersatz für reguläre Websites, die Entstehung der virtuellen Realität und der Ausbau der Wearable-Technologie. Bezüglich Cybersicherheit rät Thorsten Henning von Palo Networks:

«Ein Schwerpunkt allein auf Web-Sicherheit wird nicht ausreichen. Der Schutz eines Unternehmens oder einer öffentlichen Einrichtung verlangt heute – und spätestens 2016 – nach einer Sicherheitsarchitektur, die in der Lage ist, bekannte und unbekannte Angriffe sowohl zu erkennen als auch zu verhindern und die eine sichere Nutzung von Anwendungen ermöglicht.»

© 2015 Bettina Metzler · contact@BettinaMetzler.com · alle Rechte vorbehalten

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Autorenprofil:
Bettina Metzler lic.rer.pol. – frei publ.
Die Ökonomin und freie Publizistin studierte Politik, Geschichte und Journalistik. Das Studium der Wirtschaftswissenschaften (Mikroökonomie – Makroökonomie – Betriebswirtschaft) schloss sie 1997 an der Universität in Basel (Schweiz) mit dem Lizentiat ab.
Fundierte Erfahrung über Jahre im Bereich Marketing und Kommunikation in den unterschiedlichsten Branchen. Als CCO fokussiert auf das breite Gebiet der Kommunikation, in den Tätigkeitsbereichen der online PR, dem Aufbau und Beratung von online relations, web publishing, coporate blogs, ghostwriting, personal coaching und social network communications.

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